14
Oktober 2017
Zum letzten Mal
Samstag
20:00-21:30
X-Freunde
Schauspiel von Felicia Zeller

Zum Stück

Früher war alles besser. Früher hatte man einen besten Freund, eine beste Freundin oder sogar beides. Man traf sich spontan auf ein Bier, redete, über was man so redet, und war happy. Heute hat man X Freunde, aber Treffen war gestern und After-work ist was für Warmduscher. Schliesslich sind Mann wie Frau Ich-Aktionäre, Ideenmanager, Venture-Kapitalisten des eigenen Lebens. Nicht sich etwas leisten, sondern selbst etwas leisten ist das neue Credo. Nach Generation X, Golf, Praktikum und Casting liefert Felicia Zeller mit ihrem neuen Stück den Generationsbegriff der Generation ‹Beissschiene›. Mit von der Partie sind ein Künstler, eine Unternehmerin und ein Arbeitsloser. Immer on-, nie offline, immer telefonierend, Mails checkend, twitternd und postend glänzen sie, die Immer- Erreichbaren, durch permanente Abwesenheit. Hat man sich mal verloren im Netz der Netze, einfach Neustart drücken. Arbeit und Freizeit, Selbstausbeutung und Selbstdesign sind endlich identisch. Mit X-Freunde hat Felicia Zeller eine tragikomische Bestandsaufnahme der workaholisierten Gesellschaft geschrieben, in der die göttliche Drohung der Vertreibung aus dem Paradies ‹Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen› zum letzten Sinnstifter wird. Und sollte man mal schlafen, ist das maximal ein Ruhezustand.
Regisseurin Sophia Bodamer inszenierte in der Spielzeit 2016/2017 bereits Das Schweigen der Schweiz am Theater St.Gallen. Ihre Inszenierung wurde zum Schweizer Theatertreffen 2017 eingeladen.
 

«Gestresst zu sein, ist nichts als ein modischer Euphemismus für einen schlecht gelaunten, müden und aggressiven Menschen.»

Besetzung

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